Geschichte

1961

Erich Klink gründet ein Feinstanz- und Repassierwerk in Lindach (DE) unter dem Namen Repa GmbH. In diesen 60er Jahren wurde der Ruf laut nach Gurtsystemen als Insassenschutz in Automobilen. Klink Senior war ein Pionier in Bezug auf Sicherheitsgurte in Deutschland.

1968

Aufbau der Produktion von Sicherheitsgurten in der Schweiz. Anfängliche Zusammenarbeit mit der Firma Waibel, die den Vertrieb von Rückhaltesystemen in der Schweiz aufbaute. Diese Firma baute selbst Automobile und war in der Region Zürich gut eingeführt.

1971

Gründung von Repapress AG. Der Name leitet sich ab von den Begriffen Repassieren und Pressen von Stanzartikeln.

1972

In Romanshorn wurde zu diesem Zweck ein Gebäude gebaut. Es wurden Nähmaschinen und anderes nötiges Equipment von Deutschland nach Romanshorn gebracht. Die Produktion von Sicherheitsgurten - vor allem von statischen 3-Pkt Rücksitzgurten - wurde aufgenommen. Die Produktion umfasste ca. 30 Personen, 4 Männer und 26 Frauen. Auch in der Schweiz wurden mit Nachrüstung von Sicherheitsgurten in die Autos ein gutes Geschäft gemacht. Obwohl es noch keine Gurtenpflicht gab, wurden auch in der Schweiz viele Sicherheitsgurte nachgerüstet.

Johann Weyermann weitet die Produktion aus und belieferte die Firma Fatzer in Romanshorn mit Hebegurten und Spanngurten. Ausserdem gehörten Viehanbindegurten für Anbieter von Stalleinrichtungen und Feuerwehrgurten für Anbieter von Feuerwehrartikeln, zum damaligen Produktportfolio. Ausserdem fertigte man schwere Taschen für die Firma Glomar. Dazu kamen Haltegurte mit einem Seil und Seilkürzergeräte zur Absturzsicherung. Diese Garnitur wurde durch einen welschen Mann vertrieben. Er hat diese Ausrüstung in Frankreich eingekauft. Dieses Geschäft wurde durch die Repapress dem Mann abgekauft. Weyermann betreute auch die verschiedenen Liegenschaften für Klink.

1976

Klink Wolf wird Geschäftsführer bei TRW Deutschland. Zugleich wird er auch der Patron von der Repapress.

1987

Am 1 Januar übernimmt Hans Zwicker die Verkaufsleitung der Firma Repapress. Zusätzlich die Technik der Firma.

1990

Die Geschäftsleitung wird an Hans Zwicker übertragen. Johann Weyermann betreut weiterhin die Liegenschaften.

1987

Hans Zwicker entwickelt diverse Produkte für die Firma. Entwicklungs-erfahrung und Kompetenz haben begonnen.

Zur Produktelinie gehöhrten damals unter anderem Ratschenschlösser für Motorrad- und Fahrradhelme. Abnehmer dieser Produkte war die Firma UVEX und KIWI.

Als weiteres Produkt wurde ein kleiner Gurt-Retraktor (Würger)entwickelt. Eine Zulassung erteilte die Firma DEKRA. Kunden dafür waren die Firmen MOWAG (Kreuzlingen) und Schneeweis (Austria) sowie einige Deutsche Abnehmer. Mehrere 10000 wurden mit den Jahren produziert.

Aufgrund grossen Preisdrucks wurde die Produktion des Retraktors nach China verlegt und von Karl-Heinz Frickel beaufsichtigt.

Der kleine Gurt-Retraktor eignete sich auch für ein weiteres Produkt. Dies waren Rückhaltesysteme für Behindertenfahrzeuge. Es wurden für diesen Bereich einige Komponenten entwickelt. Der Verkauf erfolgte durch die Firma Mobitec (Deutschland)

Anfang 90er Jahre konnte die Firma Autoflug (Deutschland) als Kunden gewonnen werden. Durch die Verbindung mit TRW Alfdorf konnten sehr günstig Komponenten für Gurtsysteme eingekauft werden. Autoflug kaufte nur die Komponenten bei Repapress ein. Die Konfektion von Gurtsystemen wurde durch sie selbst ausgeführt. Dieses Geschäft dauerte einige Jahre bis Autoflug dieses an einen Konkurrenten verlor. Der Kunde war Hymer Wohnmobile.

Es wurde dann für die Firma Schneeweiss ein kleiner Retraktor entwickelt, ausgerüstet mit Sensor. Die Herstellung dieses Gerätes wurde an Karl-Heinz Frickel übergeben. Ein ausgezeichnetes Produkt. Eine Zulassung wurde durch DEKRA Deutschland erwirkt. Die Verkäufe liefen sehr gut, bis ein türkischer Hersteller für Autogurtsysteme dieses Produkt 1:1 nachgebaut hatte und es 1 Euro günstiger an Schneeweiss anbot. Wieder einmal hatten wir das Nachsehen! Das Problem war natürlich auch, dass wir keine direkten Kontakte zu Kunden hatten, die solche Systeme direkt in Fahrzeuge einbauten.

1990

Anfangs der 90er Jahre gab es in der Schweiz 3 Anbieter für Absturzsicherungen. Dies waren Repapress, Scantag, Mannhart. Scantag war Verkäufer von IKAR Höhensicherungsgeräten sowie von Latchway Seilsystemen. Mannhart verkaufte Wahlefeld Geräte.

Die Zusammenarbeit mit der Firma Kaufmann GmbH in Deutschland wurde gestartet. Kaufmann belieferte Repapress zunächst mit Auffanggurten. Repapress belieferte Kaufmann mit Seilkürzer.

Die Absturzsicherung entwickelte sich zusehends zu einem interessanten Geschäftsfeld.

Die Firma SALA hatte gerade ein neues System auf den Markt gebracht. Repapress hatte die Möglichkeit, dieses exklusiv in der Schweiz zu vertreiben. Die erste verkaufte Anlage war gerade 500 Meter lang und zwar in der Papierfabrik Biberist.

Es zeigte sich schnell, dass das SALA System abgelöst werden musste. Zu dickes, unhandliches Halteseil, zu klobige Seilzwischenhalter. Aufgrund dessen wurde beschlossen, ein eigenes Repapress System zu entwickeln.

Die Entwicklung dauerte nicht lange. Zuerst wurde ein Läufer mit 4 Laufrollen entwickelt, für Überkopf Seilanlagen. Für die Serviceanlagen erteilte die SBB der Repapress bereits erste kleinere Aufträge, um auf dem Dach der Züge gesichert laufen und arbeiten zu können. In praktisch sämtlichen Serviceanlagen der Bahnen in der Schweiz wurden Anlagen der Firma Repapress eingebaut. Zusätzlich kamen die verschiedensten Verkehrsbetriebe Schweizweit dazu.

Als weiteres Produkt erfolgte der Zweirollen Seilläufer, der für horizontale Seilanlagen vorgesehen wurde. Auch mit diesem Produkt konnte erfolgreich der Markt entwickelt werden. Praktisch sämtliche Fussballstadien in der Schweiz sind mit diesem System ausgerüstet. Das System wurde als Primeline® in den Verkauf gebracht.

1995

Klink sen. stirbt. Alle Geschäfte sind bereits seit längerem an Wolf Klink (Junior) übergegangen.

1995

Repapress beendet die Herstellung der Rücksitzgurten in der Schweiz. Die Produktion geht nach Oestereich. Die wichtigsten Maschinen gehen zurück nach Deutschland.

1996

Im Jahre 1996 kam dann die ersten EN Normen für Absturzsicherungen zustande, nach der die Systeme geprüft werden müssen. In Zusammenarbeit mit der Firma AUDRA, Augsburg (DE) wurde die Zulassung beantragt. Für den Verkauf in Deutschland war AUDRA zuständig. Die Tests für die Zulassungen wurden nahe dem Standort von Repapress in Amriswil gemacht.

Zusätzlich wurden weitere Komponenten für Absturzsicherungssysteme entwickelt. Wie z.B. Anschlagpunkte, Sekuranten, Gewichtsanschlagpunkte etc.

Entwicklung der Templine®. Diese wurde erstmalig im Bau des Primetowers/Zürich (Implenia) eingesetzt. Eine temporäre, horizontale Absturzsicherungsanlage.

Entwicklung von Ropeglider (für Seilparks). Ein Anschlagsystem für durchlaufende Sicherung an den Seilaufhängungen. Es wurde mit Seilparkbauern zusammengearbeitet und weiterentwickelt. Anlagen in England, Deutschland, Südafrika, Korea, Argentinien wurden realisiert. Zusätzliche Komponenten wurden konstruiert und gefertigt, um das ursprüngliche Portfolio zu ergänzen und massgebend für die Kunden zu werden.

2003

Wolf Klink verkauft das Betriebsgebäude in Romanshorn an die Firma EFTEC. Es wurde ein passendes Gebäude in Amriswil gefunden.

2003

Umzug von Romanshorn nach Amriswil.

2008

Integrierung von Absturzsicherungsnetzen. Attraktive Ergänzung zum Absturzsicherungsbereich. Die Montage wurde anfänglich durch eigenes Personal ausgeführt. Mit den Jahren wurde Repapress in diesem Bereich durch die Firma Meholli/Pepaj unterstützt, welche in Deutschland erfolgreich eine Netz-Montagefirma aufgebaut haben.

In Bütschwil wird ein Schulungszentrum aufgebaut. Dieses ist speziell für die Ausbildung für den Bereich Absturzsicherung ausgestattet und auf dem neuesten Stand der Technik. Die langjährige Erfahrung der Repapress Kursleiter garantieren eine hohe Schulungsqualität in Theorie und Praxis.

2016

Das Autogurtengeschäft, welches sich auf die Ausrüstung von Invalidenfahrzeugen fokussiert hatte, wurde veräussert.

2017

Bauingenieur Peter Wäspi übernimmt Repapress und entwickelt das Unternehmen weiter.

2018

Fokussierung auf die Entwicklung und Fertigung von Absturzsicherungen und das Erbringen von Dienstleitungen im Zusammenhang mit Absturzsicherung.

Repapress entwickelt und erhält eine europäische Zulassung für die erste, in die Unterkonstruktion einer Solaranlage integrierte Absturzsicherung. Start der Zusammenarbeit mit der Firma Solarmarkt GmbH in Aarau.

2019

Etablieren von fünf stark wachsenden Geschäftsbereichen: Rückhaltesysteme (Seil- und Schienenanlagen), Revisionen, Vertrieb von PSAgA Produkten, Installation von Personenschutznetzen und Schulungen.

2020

Start eines neuen Geschäftsfeldes ASGS/SIBE, welches mittelgrosse Unternehmen im Bereich Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz unterstützt.

Die ersten Firmen, Nüssli AG aus Hüttwilen TG und die Aepli AG aus Gossau werden von Repapress ASGS Spezialisten im Bereich Arbeitssicherheit auf Mandatsbasis betreut.

2021

Repapress erhält den Zuschlag für 638 Vertikalsicherungen bei Signalen der BLS Eisenbahngesellschaft.

2022

Repapress erhält den Zuschlag für die Betreuung sämtlicher Standorte von IKEA

2023

Repapress erhält den Zuschlag für 23 Dächer der ARA Werdhölzli in Zürich